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HeavyHardes:
Somber Serenity "Singular"
Review 01.2002
Somber Serenity sind wohl mit eine der bekanntesten Undergroundbands
aus München und Umland, und haben auch schon den ein oder anderen
grösseren Gig gespielt.
Gespannt, ob sie diesem Status gerecht werden, legte ich die, acht Songs
umfassende, CD in den Player. Ich hatte dabei noch die Erinnerung an
ein älteres Demo im Kopf, und wurde somit gleich positiv überrascht.
Hier hat doch eine recht ordentliche Weiterentwicklung stattgefunden.
Der Stil lässt sich am ehesten als Gothic Metal im Stile der frühen
90er bezeichnen, als er noch etwas roher gespielt wurde, und ohne plakative
Attitüde, weibliche Gastsängerinnen etc. auskam. Keyboards
sind zwar zu hören, aber niemals als melodieführendes Instrument.
Ähnlich wie bei älteren Paradise Lost oder Cemetary zieht
sich die stets präsente Leadgitarre wie ein roter Faden durch das
Album. Der Gesang wechselt zwischen introvertiertem sprechen, emotional,
melodisch gesungenen Passagen bis hin zu verzweifeltem Schreien und
Growls. Deckt also fast das ganze metallische Spektrum ab, und klingt
in jeder Situation ausgezeichnet.
Ein sehr auffälliges Trademark von Somber Serenity ist der stetige
Wechsel zu ruhigen, cleanen Parts, was der Platte gewaltig in Sachen
Dynamik und Atmosphäre zugute kommt.
Somit hätte sich meine eingangs gestellte Frage, nach der Berechtigung
ihres Status eindrucksvoll beantwortet. Der Weg zu einem guten Plattendeal
dürfte nicht mehr allzu weit sein.
David
HeavyHardes
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