BRIGHT EYES:

Somber Serenity "Singular"
Review 12.2001

So "einzeln" sind die Stile gar nicht, die diese süddeutsche Band auf ihren über einstündigen Silberling gepackt hat. Die Grundzutat ist atmosphärischer Doom Death Metal, wie ihn alte MY DYING BRIDE in die Rille ritzten. Noch nicht so genial, aber dennoch ausbaufähig, wie der viertelstündige Abschlußtrack "Nemesis - my Childe" zeigt, der trotz seiner enormen Länge eine ordentliche Spannung aufbaut. Hat man den melodischen Einstieg namens "In solitude divine" hinter sich, zuckt man (freudig) überrascht zusammen, denn "Tragedy Star" beginnt mit eisig klirrenden Norwegen Black Metal-Riffs a la ISVIND - sehr cool. Nach dieser Sequenz geht der Song in einen schleppenden Todesschuldbleier über. Die Black Metal-Spuren gibt's auch noch in "The Severance" zu entdecken. Ansonsten werden die genanten Elemente munter gemischt und "Last Scion of Winter" (Jungs, Ihr erinnert mich von der Grundidee her fast an die deutsche Band SCION, haha) hat tatsächlich a bißle was von OPETH-scher Atmosphäre.
Also wenn Ihr dem ursprünglichen Death Doom, der auch mal über den Tellerrand hinausschielt, nachweint, checkt SOMBER SERENITY an. Auch wenn einige der acht Songs noch zu lang sind und fast zuviel Ideen hineingepackt werden, ist die Langrille ein sauberer Start.

Oliver Vollmer

 

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